Modellbau im Maßstab 1:87 und 1:220
www.helenensiel.com

 

Am Mauspfad - Süderheidetal - Dörpeder Mühle  -  Holtgaster Feld  -  HP Grund - Westfalen Bühne -

Westerende  -  Osterdeicher Weg   -   Wegscheid   

 

 

 


...es war ein sonniger Samstagnachmittag im September 1974 und wir befanden uns am Stellwerk von Dörpede,
das auf HP 1 stehende Einfahrtssignal kündigte den planmäßigen Personenzug mit nächstem Halt im gleichnamigen Bahnhof an.


In dieser Zeit waren die Geschäfte in den Dörfern und Städten bereits seit wenigen Stunden geschlossen und
es trat eine für damalige Zeiten typische Wochenendruhe ein.
Wir sahen nur die alte Dame auf dem wahrscheinlichen Weg zum Bahnhof und drei Bahnarbeiter vertieft in einem gepflegten Gespräch.
 
Es war so ruhig hier, dass der Betrachter die im warmen Wind raschelnden Blätter hören konnte ...
Das kleine Gewässer floss mit behäbiger Geschwindigkeit daher,...

Den einzigen "Krach" in dieser Gegend verursachte eigentlich nur die Dörpeder Mühle in
cirka zwei Kilometer Entfernung mit ihrem immer noch notirisch quietschenden Mühlrad...



 






 



Was waren das für Zeiten als auf Sylt die besten Krabbenbrötchen noch beim alten Hansen im Haltepunkt Süderheidetal zu bekommen waren.

Hier legten diverse Kutter vor der Rückfahrt nach Friedrichskoog regelmäßig an, um einen Teil der Ladung für das "Krabben - Hus" zu löschen.

So eilten in der Folge die Einheimischen aber auch Touristen herbei und ließen es sich schmecken.

Wer genug Geld hatte, konnte sich den Fußweg durch die Heidelandschaft sparen und nahm den Zug, meist in Form eines Wismarer Schienbusses.

War das Tagesgeschäft für Herrn Hansen wieder sehr einträglich, der letzte Zug aber schon längst am Horizont entschwunden,

so stand ihm mit Genehmigung der S.V.G. immer noch seine alte Fahrraddrasine zur Verfügung. Weit hatte er es ja nicht... bis nach Hause...

Leider ist dies nur eine kleine fiktive Story der 1970 eingestellten Inselbahn auf Sylt...

 

 


 

 

 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 





 

 



 

 

 

 

 





 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

Aus Sande kommend fährt unser N 2589 durch die typischostfriesische flache Landschaft,

Getreidefelder wechseln sich ab mit Viehweiden, nur unterbrochen von den Höfen, welche meist von Bäumen umsäumt sind.

Seit einiger Zeit ist rechts von uns die Landstraße nach Helenensiel, eingefasst von krummen, windzersausten Bäumen und den allgegenwärtigen Entwässerungsgräben.

Osterdeicher Weg nennt sich diese Straße hier und führt gemeinsam mit der Bahnlinie schnurgerade zum letzten Haltepunkt vor Helenensiel.

Dies ist Westerende. Wir steigen hier mal aus, um festzustellen ob was los ist.

Natürlich vollkommene Fehlanzeige, ein einziges Gebäude weit und breit, das Abstellgleis ist schon mit den ersten Pionierpflanzen garniert, den Prellbock hat man auch schon entsorgt.

Hinter dem Dienstgebäude liegt nur Schrott rum und sogar mal wieder ein alter VW Käfer, diesmal unter einer Plane versteckt.

Letztes Jahr haben wir einen rostigen Käfer beim Schiffsausrüster im Hafen entdeckt.

Mal sehen, ach du meine Güte, der nächste Zug kommt erst in 2 Stunden. Wir könnten es ja zu Fuß versuchen, den Leuchtturm von Helenensiel sieht man über den Baumreihen im Hintergrund.

Wir sprechen den nachdenklichen ortsansässigen Herrn vor der Tür an: 'Nur die Schienen führen sofort zum Hafen, der Osterdeicher Weg macht hier noch einen riesigen Bogen um den Polder und einen Gehweg gibt es auch nicht.'

„Gestrandet im Nirgendwo“

 

War das immer so?

Früher war das Freiladegleis eine Anlaufstelle für die landwirtschaftlichen Güter, so der Mann, jetzt kommt fast alles auf den Lkw. Fahrgäste sind hier ganz selten...